Neues Führungs­duo bei der Fleischer-Innung Mönchen­glad­bach

Am 14. März 2017 hat die Mitgliederversammlung der Fleischer-Innung Mönchengladbach Josef Baumanns zum neuen Obermeister und Bernd Tölkes zum stellvertretenden Obermeister gewählt. Sie übernehmen den Staffelstab von Herbert Krapohl. Er bleibt der Innung im Amt des Geschäftsführers erhalten.

Die Fleischer-Innung Mönchengladbach blickt auf eine annähernd 100-jährige Geschichte zurück. 1923 gründete sie die „Bezugs- und Verwertungs-GmbH“, in deren Mittelpunkt die Verwertung von Häuten und Fetten sowie die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der angeschlossenen Fleischermeister-Fachbetriebe stand. In den nachfolgenden Jahrzehnten entwickelte sie sich zu einem fachkompetenten und zuverlässigen Partner des Fleischerhandwerks vor Ort.
Der ehemalige Sitz der GmbH an der Lürriper Straße wurde mittlerweile an die Entwicklungsgemeinschaft Mönchengladbach (EWMG) zur Erschließung des neuen Areals „City Ost“ veräußert. Die regional verbundene Tradition der Fleischer-Innung setzt sich in Person des neuen, am 14. März 2017 von der Mitgliederversammlung gewählten Fleischermeisters Josef Baumanns (Westend) und des stellvertretenden Obermeisters, Fleischermeister Bernd Tölkes (Neuwerk) fort. Sie beide stammen aus langjährig etablierten Mönchengladbacher Handwerksbetrieben; Josef Baumanns amtierte zuvor als stellvertretender Obermeister. Sie wollen auch in Zukunft Zeichen für die Qualität vor Ort setzen. Dazu zählen beispielsweise der Einsatz von Produkten aus der Region, die Verpflichtung zum Herkunftsnachweis sowie das Bekenntnis zu nachhaltiger Nutztierhaltung.

Zu den strategischen Zielen der neuen Obermeister gehören die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit durch schnellere digitale Kommunikation, regelmäßige Treffen, bei denen auch die Erfahrungswerte der „Ehemaligen“ eingebunden werden, kontinuierliche Schulungsangebote sowie die Sicherstellung des Berufsschulangebots in der Ausbildung der Fleischer und Fachverkäufer des Fleischerhandwerks. Den nächsten publikumswirksamen Termin wird die Schinken-Prüfung der Schwester-Innung Viersen Ende März darstellen.

Herbert Krapohl übergab das Obermeisteramt der Fleischer-Innung am 14. März in einem sehr guten Zustand. Er engagiert sich bereits seit über 25 Jahren für die Innungsbelange, zunächst als Mitglied des Aufsichtsrats, ab 1996 als stellvertretender Obermeister und seit 1999 schließlich als Obermeister der Fleischer-Innung Mönchengladbach. Seither passierte so einiges, zum Beispiel die BSE-Krise, andauernde so genannte Skandale, in denen es immer wieder ums Fleisch ging und wo die Meisterbetriebe nachweisen mussten, dass sie die eigentlichen Fachleute für Fleisch und Wurst sind. Nicht leichter gemacht haben es dem Handwerk außerdem zahlreiche Vorschriften wie Eigenkontrolle, Deklarierung von Zusatzstoffen in der Wurst, die Kennzeichnung von Allergenen oder jüngst der Erlass zur Hygieneampel.

Parallel zum rasant einsetzenden Rückgang der Fleischerei-Meisterfachbetriebe vor Ort verzeichnet die Fleischer-Innung Mönchengladbach aber auch eine Reihe von Ereignissen, die den Berufsstand in der Öffentlichkeit aufgewertet haben, zum Beispiel die erfolgreiche, bereits zweimalige Durchführung des Mönchengladbacher „Wurstpokals“ und die Etablierung des „Gesunden Frühstücks“ in einer Mülforter Schule. Auch in einer Reihe von Presseberichterstattungen konnte sich die Innung positiv darstellen, zuletzt durch Josef Baumanns in einem Beitrag des Mönchengladbacher Fernsehsenders City Vision zum Thema Hygieneampel.

Die Innungsversammlung am 14. März 2017 wählte außerdem Irmgard Reiners ins Amt der Lehrlingswartin und Peter Dreßen, Wolfgang Mühlen sowie Hans Jörg Schmitz ins Amt von Beisitzern des Innungsvorstands.

Artikel: © Julia Kreuteler (Kreiha Info – Magazin der Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach)
Foto: © Julia Vogel
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